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Was ist eigentlich Leasing und wie funktioniert das leasen eines neuen Autos?

Leasing ist eine Alternativlösung zum Kauf eines Autos. Beim Leasing ist es möglich, bei niedriger finanzieller Belastung vollwertig das Auto zu nutzen. Ein Auto zu leasen ist sehr einfach und deutlich günstiger, als ein Auto zu kaufen. Beim Leasen zahlt man den kalkulierten Wertverlust für die Nutzung des Fahrzeuges und nicht den kompletten Neuwagenwert.

Bedeutung von Leasing

Leasing stellt eine mittel- bis langfristige Benutzungsüberlassung gegen Miete dar. Wichtig ist es, im Voraus zu klären, ob eine Übernahme des Fahrzeugs möglich ist, wie viele Kilometer gefahren werden dürfen und in welchem Zustand das Auto bei der Rückgabe sein sollte. Ein Vertrag wird zwischen Leasinggeber und Leasingnehmer abgeschlossen. In diesem Vertrag werden die Bedingungen für die Nutzung geklärt.

Der Leasinggeber ist üblicherweise die Bank des Herstellers oder ein externer und auf Leasing finanzierter Anbieter. Sehr oft gibt es bei den Fahrzeugherstellern oder in Autohäusern Leasingangebote die besonders attraktive Konditionen für einzelne Modelle. Um hier einen Überblick zu bekommen, sind Leasingportale in denen auch einzelne Sonderangebote der Hersteller gelistet werden, besonders nützlich.


Das Leasingfahrzeug ist weiterhin das Besitztum des Leasinggebers. Der Leasingnehmer nutzt es gegen Bezahlung der vereinbarten Rate. Der Vertrag wird über mehrere Jahre geschlossen. Die häufigsten Laufzeiten sind 12, 24 oder 36 Monate. Der Vertrag kann während der vereinbarten Laufzeit nicht gekündigt werden. Eine Verlängerung des Vertrags ist nach dem Ablauf nur in Absprache mit dem Leasinggeber möglich. Der Leasingnehmer kann das Fahrzeug auch nach Vertragsende übernehmen, wenn dies vereinbart wurde. Diese Absicht sollte frühzeitig beim Leasinggeber angezeigt werden und muss teilweise direkt bei der Unterschrift unter dem Leasingvertrag als Option vereinbart werden.

Vorteile vom Leasing

Beim Leasing wird nur der Verlust des Wertes abbezahlt, nicht der Gesamtwert des Fahrzeugs. Die monatliche Belastung ist beim leasen deutlich niedriger als beim Kauf eines Fahrzeugs. Man fährt einen Neuwagen, obwohl das Startkapital gering ist. Die Kosten hierfür können bei einer gewerblichen Benutzung zudem von der Steuer abgesetzt werden. Es ist möglich, das Fahrzeug nach eigenen Wünschen anzupassen. Die Versicherung des Leasingfahrzeuges muss umfassend gewählt sein und die Vollkasko enthalten. Teilweise werden Leasingfahrzeuge inklusive einer Wartungsprämie angeboten. Dies senkt die unbekannten Kosten des Fahrzeugs.


Ein weiterer Vorteil ist, dass die finanzielle Belastung jeden Monat vorhersehbar vorhanden ist. Man verpflichtete sich vertraglich über mehrere Jahre. Das Fahrzeug bleibt im Eigentum vom Leasinggeber. Man bekommt nur die Nutzungsrechte. Das Fahrzeug muss nach der Laufzeit in einem der Laufleistung üblichen Zustand zurückgegeben werden. Außerdem besteht eine Beschränkung der Kilometer. Bei einer Überschreitung fallen zusätzliche Kosten an. Bei einer Unterschreitung erhält der Leasingnehmer die vertraglich vereinbarten Preise je Kilometer zurück.

Wie funktioniert Leasing?

Das Wort Leasing bedeutet Anmietung oder Pachten. Während des vereinbarten Zeitraums zahlt der Leasingnehmer als Benutzer eine monatliche Rate. Der Leasingnehmer ist für die Instandhaltung sowie die Wartung des Fahrzeugs während der Vertragslaufzeit verantwortlich.
Beim direkten Leasing wird das Fahrzeug direkt vom Hersteller gemietet. Beim indirekten Leasing ist eine Bank oder eine Leasinggesellschaft der Leasinggeber.


Die monatliche Leasingrate hängt von vielen Faktoren ab. So zum Beispiel von der Wahl des Fahrzeugs. Je teurer das Fahrzeug und je umfassender die Ausstattung ist, desto größer ist die Monatsrate. Bei einem Fahrzeug, dessen Wert stabil ist, fällt die Rate niedriger als bei einem Auto, das schnell an Wert verliert, aus. Die Vertragslaufzeit beeinflusst ebenfalls die monatliche Rate.

Wenn Sie mehr über die Vorteile und Nachteile des PKW-Leasings erfahren möchten, dann sind Sie hier genau richtig. Falls Sie sich schon lange einen neuen Wagen wünschen, geht es um viel mehr als nur das Modell, das Baujahr und andere Eckdaten. Vor allem die Frage nach der Finanzierung bewegt viele Fahrzeughalter. Klassisches Leasing bietet eine Alternative zum Barkauf und zur Finanzierung.

Sichere finanzielle Planung dank gleichbleibender Raten

Sofern es um das Thema Vorteile und Nachteile des PKW-Leasings geht, sollten Sie sich immer fragen, ob Sie es in Sachen Finanzen lieber flexibel oder doch eher sicher mögen. Brauchen Sie eine gewisse Planungssicherheit, weil Sie ein fixes Budget für den Wagen haben, dann bietet sich das Leasing an. Für die Dauer des Leasings wird von Anfang an eine feste Rate vereinbart, die Monat für Monat bezahlt werden muss. Sie können die Kosten genau kalkulieren und es wird nicht zu bösen Überraschungen durch Mehrkosten kommen.

Aktuelle und beliebte Automodelle jederzeit zu haben

Wer von einem ganz bestimmten Wagen träumt, der gerade neu auf den Markt gekommen ist, für den kommt ein Gebrauchtwagen in der Regel nicht infrage. In diesem Fall bietet sich das Leasing an, weil Sie sich hier den Traum von einem teuren Modell ermöglichen können, ohne dafür einen Kredit aufnehmen zu müssen oder sich das Geld anderweitig abzusparen. Sie profitieren zum einen vom sozialen Ansehen durch einen teuren Neuwagen und genießen zudem alle Vorteile, welche die moderne Technik aus der Automobilbranche zu bieten hat. Diesen Luxus können sich nur wenige Menschen ganz ohne Ratenzahlung oder Leasing leisten.

Tarife je nach Nutzungsverhalten individuell wählbar

Vorteile und Nachteile des PKW-Leasings lassen sich recht einfach gegeneinander aufwiegen. Wenn Sie sich eine hohe Flexibilität in Sachen Laufzeit wünschen, dann können Sie diese bekommen. Die einzige Voraussetzung: Sie sollten sich vorab sämtliche Anbieter und die verschiedenen Tarife genau ansehen. Sie entscheiden dabei flexibel, ob Sie den Wagen für ein Jahr, für zwei Jahre oder sogar länger nutzen möchten. Wünschen Sie sich anschließend wieder ein neues Modell, stellt das kein Problem dar. Alternativ zu einem fixen Zeitraum können Sie auch vorab festlegen, wie viele Kilometer Sie fahren dürfen. Sowohl der Faktor Zeit als auch der Faktor Kilometerstand bestimmen am Ende darüber, welche monatlichen Raten Sie zahlen müssen. Hier können Sie entsprechend ganz flexibel entscheiden, welche Tarife sich am ehesten für Ihren individuellen Bedarf lohnen.

Mehr Fahrspaß, weniger Risiko

Sie wollen mit dem schicken neuen Wagen fahren, ohne sich dabei Gedanken um mögliche Kosten für eine Reparatur machen zu müssen? Dann kommt vielleicht das Modell Leasing für Sie infrage. Weil Sie den Wagen in diesem Fall nicht lange behalten werden, kommt es extrem selten zu einem Verschleiß einzelner Komponenten. Daher werden Sie keine bis sehr wenig Zeit in einer Werkstatt verbringen. Sofern Sie keinerlei Risiko eingehen möchten, haben Sie auch die Möglichkeit, zusammen mit dem normalen Vertrag für das Leasing einen sogenannten Wartungsvertrag abzuschließen. In diesem Fall müssen Sie nicht separat für eventuelle Reparaturen aufkommen. Unvorhergesehene Mehrkosten sind dann kein Thema mehr. Das lohnt sich allerdings nicht immer, sondern hängt stark von den sonstigen Inhalten des Vertrags, von Ihrem Budget und von Ihrem Nutzungsverhalten ab.

Keine bösen Überraschungen dank Leasing

Wenn Sie über die Vorteile und Nachteile des PKW-Leasings nachdenken, sollten Sie bedenken, dass Sie sich keinerlei Gedanken über unvorhergesehene Preisverluste machen müssen. Gibt es Probleme mit der Automarke, die auch Ihren Wagen schwieriger verkäuflich macht, so muss Sie das nicht weiter interessieren. Schließlich haben Sie das Auto nur geleast und müssen sich nicht mit dem aktuellen Marktwert und dem Thema Wertverlust im Allgemeinen beschäftigen. In diese Kategorie der speziellen Risiken fallen auch politische Eventualitäten, welche zum Beispiel Autos mit einem bestimmten Antrieb oder mit gewissen technischen Details abwerten.

Effektiv Steuern sparen mit Leasing

Wer den Wagen in Namen des eigenen oder eines fremden Unternehmens least, der sollte steuerliche Vorteile und Nachteile des PKW-Leasings nicht vergessen: Die Kosten für das Leasing dürfen als Betriebsausgaben ausgewiesen und damit in voller Höher von der Steuer abgesetzt werden. Das spart effektiv Kosten.

Geld ausgeben ohne Eigentümer zu werden

Natürlich bringt das Leasing nicht nur Vorteile, sondern auch einige Nachteile mit sich. Einer davon: Sie zahlen über mehrere Monate oder gar jahrelang einen erheblichen Betrag an die Leasingfirma. Letztlich erhalten Sie allerdings keinen materiellen Gegenwert. Läuft der Leasingvertrag aus, ist der Wagen nicht etwa Ihr Eigentum, sondern er muss zurückgegeben werden. Natürlich können Sie das Auto nach dem Ablauf des Vertrags kaufen, bereits bezahlte Raten werden hier allerdings nicht angerechnet.

Wenig Flexibilität in Sachen Kündigung

Wenn Sie sich einmal für das Leasing entscheiden haben, müssen Sie sich auch im Hinblick auf den Zeitraum festlegen. Möchten Sie den Vertrag frühzeitig kündigen, weil Sie den Wagen nicht mehr regelmäßig nutzen oder schlicht weniger Geld haben, so können Sie den Vertrag nicht einfach beenden. Nur wenige Leasinggesellschaften akzeptieren es, dass Kunden eine frühzeitige Kündigung in die Wege leiten. Achten Sie hier auf das Kleingedruckte oder vereinbaren Sie ein Sonderkündigungsrecht, sofern Ihnen die Flexibilität auch in Sachen Kündigung am Herzen liegt.

Im Fall der Fälle an Werkstatt gebunden

Vorteile und Nachteile des PKW-Leasings gibt es gerade in finanzieller Hinsicht einige. Doch wie sieht es aus, wenn an Ihrem Wagen einmal nicht alles so funktioniert, wie es soll. Sofern der Leasingvertrag noch offiziell besteht, haben Mieter nicht etwa die Freiheit, mit dem Wagen eine beliebige Werkstatt ihres Vertrauens aufzusuchen. Stattdessen müssen Sie sich an einen Anbieter wenden, welcher von der Leasinggesellschaft ausgesucht wurde. Meistens handelt es sich um eine ausgewählte Vertragswerkstatt oder um einen Markenhändler. Sollten hierbei Mehrkosten oder ein gewisser zusätzlicher Aufwand aufgrund einer längeren Anfahrt entstehen, haben Sie kein Recht auf eine Erstattung oder einen anderen Ausgleich für die Unannehmlichkeiten.

Warum ein Auto kaufen, wenn Du es auch einfach mieten kannst? Diese Fragen stellen sich immer mehr Autofahrer, weshalb das Leasing in den letzten Jahren stark an Fahrt aufgenommen hat. Bevor Du aber in Deinem frisch geleasten Auto durch die Gegend düsen kannst, musst Du den Leasingvertrag unterzeichnen. Hast Du nicht das Kleingedruckte gelesen, sitzt Du schnell in einer Kostenfalle fest. Deshalb zeigen wir Dir, worauf Du beim Leasingvertrag achten musst.

Welcher Vertrag darf es sein?

Bevor wir uns mit den Feinheiten beschäftigen, solltest Du wissen, dass es zwei Arten von Leasingverträgen gibt: Restwertfixierung oder Kilometerabrechnung. Hinzu kommen noch einige Serviceleistungen, die Du in der Regel selbst festlegen kannst. Darunter Wartungen, Inspektionen, Tankkarten, Reifenwechsel oder Vergleichbares. Zurück zu den Verträgen: Bei einem Vertrag mit Restwertfixierung verrechnet der Inhaber bei Vertragsende den vorher kalkulierten Restwert mit dem jetzt vorhandenen Fahrzeugwert. Das heißt, Du zahlst je nachdem, wie viel das Fahrzeug noch wert ist. Hattest Du einen Unfall, sind Kratzer zu sehen oder ähnliches, schrumpft der Restwert. Das Problem ist, dass Du jetzt für die Differenz zwischen kalkuliertem Restwert sowie tatsächlichem Restwert geradestehen musst. Ist das Auto also deutlich weniger wert, als kalkuliert, musst Du oben drauflegen. Anders sieht es aus, wenn Du sehr sorgfältig mit dem Auto umgegangen bist. Jetzt kannst Du sogar noch Geld bekommen!

Die andere Möglichkeit ist der Vertrag nach Kilometerabrechnung. Vor dem Vertragsabschluss wird eine Gesamtkilometerlaufleistung des Fahrzeugs bestimmt. Das bedeutet, Du darfst beispielsweise pro Jahr 20.000 Kilometer mit dem Auto fahren. Bist Du aber nach Vertragsende mehr gefahren, als vorher vereinbart, musst Du ebenfalls etwas bezahlen. Andersherum bekommst Du aber Geld, falls Du weniger gefahren bist. Jetzt aufgepasst: Zwar ist der Wert des Fahrzeugs nun zweitrangig, dennoch darfst Du das Auto nicht verkommen lassen. Das Auto muss geringstenfalls den “zustandsbedingten Mindestwert” entsprechen.

Wichtig: Es gibt noch eine Variante, die Du in Anspruch nehmen kannst, jedoch nicht bei allen Anbietern. Es handelt sich um einen Vertrag mit Andienungsrecht. Das heißt, der Leasinggeber kann zum Vertragsende vom Leasingnehmer verlangen, das Auto zu kaufen, falls jenes weniger wert ist, als vorher kalkuliert wurde. Andersherum geht das aber nicht. Das heißt, dass Du nicht das Recht hast, auf den Kauf zu bestehen, selbst mit einem Vertrag mit Andienungsrecht. Du hast zwar über Monate hinweg viel Geld investiert, dennoch gehört Dir das Auto nicht. Der Leasinggeber kann also durchaus sagen, dass er das Auto gern zurückhaben möchte. Du kannst dagegen nichts tun. Es kommt also auf Dich an, für welche Vertragsart Du Dich entscheidest. Unser Tipp: Kläre Sonderbelastungen immer im Vorfeld ab. Zum Beispiel, wenn Du im Auto rauchst oder häufig Deinen Hund mitnimmst.

Ein Blick auf das Kleingedruckte

Eigentlich ließt sich niemand einen ellenlangen Vertrag durch, doch genau das solltest Du tun. Ansonsten müsstest Du am Ende vielleicht viel bezahlen, weil Du auf etwas nicht geachtet hast. Lies Dir deshalb den Vertrag gründlich durch und frage nach, falls Du etwas nicht verstehst. Das Kleingedruckte ist vor allem dann interessant, wenn Du Änderung am Fahrzeug vornehmen lassen willst oder in einen Unfall verwickelt warst. Zum Beispiel ist es häufig der Fall, dass Du bei einem Unfall sofort den Leasinggeber benachrichtigen musst. Ein wenig anders sieht es bei einem Totalschaden aus. Jetzt übernimmt die Versicherung zwar den Wiederbeschaffungswert, doch nicht die Raten. Selbst ohne Auto musst Du jene weiterhin bezahlen. Deshalb ist es meist gut, wenn Du eine Leasingraten-Ausfallversicherung oder eine Kündigungsschadensversicherung abgeschlossen hast. Jene decken eine solche Situation ab. Im Vertrag solltest Du auch nachlesen, wer das Fahrzeug alles fahren darf. In der Regel nicht nur der Leasingnehmer, sondern auch Freunde oder Verwandte. Das kann aber auch anders sein. Sollte es jetzt zu einem Unfall kommen und Du saßt nicht hinter dem Steuer, kann das zu großen Problemen führen. Falls also andere Fahrer gewünscht sind, lass das in den Vertrag aufnehmen.

Nicht sofort unterschreiben

Heute hat beinah jeder Hersteller Leasingmodelle im Angebot. Es gibt aber auch einige Firmen, die Leasingfahrzeuge anbieten. Jetzt ist es wichtig, dass Du Dich nicht sofort für ein Auto entscheidest und Deine vier Buchstaben unter den Vertrag setzt. Stattdessen solltest Du die zahlreichen Angebote miteinander vergleichen und überlegen, was Dir wirklich wichtig ist. Lies Dir auch die verschiedenen Serviceleistungen durch und was sie Dir bieten. Solltest Du irgendwelche Begriffe nicht verstehen, wende Dich an den Anbieter. Wichtig ist, dass Du Dir die Erklärung in schriftlicher Form mitgeben lässt. So hast Du immer einen Beweis, falls es später zu Streitfragen kommen sollte. Im besten Fall nutzt Du unseren Drei-Punkte-Plan, um den perfekten Leasingvertrag zu finden.

  1.  Analysiere Deine eigene finanzielle und berufliche Situation. Wie viel kannst Du Dir pro Monat leisten, welches Fahrzeug wird benötigt oder welche Leistungen brauchst Du?
  2. Danach solltest Du Dir die unterschiedlichen Angebote anschauen und jene vergleichen.
  3. Abschließend liegt der Vertrag auf den Tisch, den Du Dir in Ruhe durchliest. Stelle Fragen, wenn Du etwas nicht verstehst.

Unfall mit einem Leasingfahrzeug – Darauf müssen Sie achten – Wie sieht es mit der Schuld am Unfall aus?

Zu einem Verkehrsunfall kann es schnell kommen. Eine kleine Unachtsamkeit im Straßenverkehr und schon ist es geschehen. Glücklicherweise gehen die meisten Verkehrsunfälle in Deutschland glimpflich aus und die überwiegende Mehrheit der am Unfall beteiligten Personen wird nicht ernsthaft verletzt. Ein Sachschaden entsteht jedoch fast immer.
Anders als bei einem Unfall mit dem eigenen Pkw gibt es bei einem Unfall mit einem geleasten Fahrzeug noch das Leasingunternehmen bei dem das Leasingfahrzeug erstanden wurde. Der Leasinggeber ist der Eigentümer des Fahrzeugs, bei dem Leasingnehmer handelt es sich um den Besitzer des Wagens. Im Falle eines Unfalls ist der Leasinggeber gegenüber dem Leasingnehmer schadensersatzpflichtig.

Wer ist eigentlich schuld?

Bei vielen Verkehrsunfällen ist die Schuldfrage schnell geklärt. Wenn es beispielsweise kracht, nachdem ein Auto bei rot über die Ampel gefahren ist oder wenn ein parkendes Auto von einem fahrenden Wagen touchiert wird, ist die Sachlage eindeutig. Kompliziert kann es werden, wenn der Unfallhergang nicht mehr genau rekonstruiert werden kann und alle beteiligten Fahrer die Schuld von sich weisen. In einem solchen Fall sollte unbedingt die Polizei hinzugezogen werden. Die Beamten können ermitteln, wer den Schaden tatsächlich verursacht hat und gegebenenfalls weitere rechtliche Schritte einleiten.

Die Polizei sollte natürlich auch informiert werden, wenn ein parkendes Auto bei Abwesenheit des Fahrzeughalters beschädigt wurde, wenn ein Fahrer augenscheinlich unter Drogen oder Alkoholeinfluss steht und wenn ein schwerer Sach- oder Personenschaden entstanden ist.
Die Beamten fertigen immer einen Unfallbericht an. Der Bericht muss bei den Kfz-Versicherungen der Beteiligten vorgelegt werden. Erst dann kann entschieden werden, ob die Versicherung den finanziellen Schaden reguliert.

Die Meldung beim Versicherer

Nach einem Unfall sollte der Leasinggeber vom Leasingnehmer so schnell es geht informiert werden. Je nachdem, wer Schuld an dem Unfall hat und welcher Vertrag abgeschlossen wurde, entscheidet der Leasinggeber über das weitere Vorgehen.

Wurde der Schaden fremdverschuldet, so haftet die Kfz-Versicherung des Unfallverursachers für den Schaden. Als Eigentümer des Leasingfahrzeugs stellt der Leasinggeber den entsprechenden Schadensanspruch.
Auch gibt es die Möglichkeit, dass im Leasingvertrag geregelt ist, dass der Leasingnehmer für die Wiederinstandsetzung des Fahrzeugs zuständig ist. Das bedeutet, dass dann nicht der Leasinggeber den Schadensanspruch stellt, sondern der Leasingnehmer die Kosten für die Reparatur in einer Kfz-Werkstatt beim Versicherungsunternehmen des Unfallverursachers einfordern muss. Eine solche Regelung ist jedoch eher die Ausnahme.

Auch ein finanzieller Ausgleich für die Wertminderung des Fahrzeugs auf Grund des Unfalls kann bei der gegnerischen Versicherung eingefordert werden. Nachdem die Versicherung diesen finanziellen Ausgleich gezahlt hat, muss der Betrag jedoch an den Leasinggeber abgeführt werden. Das Auto ist fortan ein Unfallfahrzeug und hat bei der Rückgabe in der Folge nicht mehr den gleichen Restwert wie ein unfallfreier Wagen. Ein Sachverständiger ermittelt, ob es tatsächlich zu einer Wertminderung gekommen ist und wie hoch diese genau ist.

Wenn die Reparatur des Leasingfahrzeugs in der WerkstattWERBUNGjavascript:window[‚contents‘] lange dauert, übernimmt die gegnerische Versicherung auch die Kosten für einen Leihwagen in dieser Zeit. Es muss sich bei dem Leihwagen um eine vergleichbare Fahrzeugklasse handeln.
Es ist nicht gestattet, dass der Leasingnehmer die Zahlung der Leasingrate für die Dauer der Reparatur aussetzt.

Sollte der Leasingnehmer den Schaden am Auto selbst verursacht haben, kommt für diesen die Kaskoversicherung auf. In den meisten Leasingverträgen ist vorgeschrieben, dass eine Vollkaskoversicherung abgeschlossen werden muss. Diese übernimmt in der Regel die Kosten für die Reparatur von Schäden an Fahrzeugen, die selbst verursacht wurden.
Ob es eine Selbstbeteiligung gibt und wie hoch diese ist, ist abhängig von der Art des Tarifs der Vollkaskoversicherung. Genaue Informationen zur Selbstbeteiligung können immer in den Vertragsunterlagen nachgelesen werden.

Falls der Unfallschaden durch beide Fahrer verursacht wurde, müssen diese auch beide für finanziell für den Schaden haften. Sowohl die Kaskoversicherung des Leasingnehmers als auch die Kfz-Haftpflicht des Unfallgegners kommen dann anteilig für den Schaden auf. Damit die Kostenübernahme schnell erfolgen kann, sollte der Schaden so rasch wie möglich bei der Versicherung angezeigt werden.

Der Totalschaden

Ein Gutachter kann nach einem Unfall klären, ob ein Totalschaden am Fahrzeug vorliegt. Ferner ermittelt der Gutachter, wie hoch der Wiederbeschaffungs- und der Restwert des Autos sind.

Im Falle eines Totalschadens übernimmt die Vollkaskoversicherung des Leasingnehmers oder die Kfz-Haftpflichtversicherung des Unfallgegners den Wiederbeschaffungswert des Leasingfahrzeugs. Dies unter Umständen abzüglich des Restwerts. Unter einem Restwert ist der aktuelle Wert eines gleichwertiges Wagens mit gleicher Kilometerleistung und vergleichbarer Ausstattung zu verstehen. Bei dem Wiederbeschaffungswert muss es sich nicht automatisch um die Ratensumme handeln, die noch zu zahlen ist. Für die Raten muss nach wie vor der Leasingnehmer aufkommen. Eine Ausnahme wäre, wenn der Leasingnehmer einen GAP-Schutz abgeschlossen hat. Der GAP-Schutz ist eine Zusatzversicherung zur Vollkaskoversicherung, welche die Lücke zwischen dem Wiederbeschaffungswert und den noch ausstehenden monatlichen Leasingraten schließt.

Unfall mit einem Leasingfahrzeug – Darauf müssen Sie achten, wenn Sie im Ausland sind

Sofern Leasingnehmer keinen dauerhaften Aufenthalt dort planen, sind Fahrten mit dem Leasingfahrzeug in andere EU-Staaten und in die Schweiz kein Problem. Dies gilt sowohl für Dienstreisen als auch für private Fahrten. Wenn es zu einem Unfall kommt, ist die Gültigkeit des Versicherungsschutzes von großer Bedeutung. Leasingnehmer sollten darauf achten, bei ihren Fahrten ins Ausland immer einen internationalen Versicherungsnachweis und wichtige Informationen zum Ablauf der Schadensregulierung bei sich zu führen. Genau wie in Deutschland sollte auch nach einem Unfall im Ausland die Polizei hinzugerufen werden. Dies insbesondere auf Grund möglicher sprachlicher Barrieren. Unter Anwesenheit der Polizei kann im Zweifelsfall alles in englischer Sprache geklärt werden.
Im Anschluss sollten unverzüglich das Versicherungsunternehmen und der Leasinggeber über den Unfall informiert werden.
Sehr wichtig ist, dass Sie ausschließlich Schriftstücke vor Ort unterschreiben, die Sie auch verstehen. Lassen Sie sich nie zur Unterschrift eines Dokuments in einer Ihnen fremden Sprache drängen!

Bereits vor dem Unfall an die möglichen Folgen denken

Unabhängig davon, ob Sie selber Eigentümer eines Fahrzeugs sind oder den Wagen geleast haben: Nachdem es zu einem Unfall gekommen ist, sind die weiteren Schritte für alle Beteiligten identisch und klar geregelt. Die Kfz-Versicherung des Unfallverursachers muss für die Reparaturkosten sowie für weitere mögliche Schadensersatzansprüche aufkommen. Nach Möglichkeit sollten sich auch Leasingnehmer so gut wie möglich finanziell absichern und eine Haftpflichtversicherung, eine Kaskoversicherung und einen GAP-Schutz abschließen. Mit dem Abschluss dieser drei Versicherungsarten sind Sie definitiv auf der sicheren Seite und müssen keine finanziellen Probleme nach einem Unfall befürchten.

Anders als ein Eigentümer eines Fahrzeugs muss sich der Leasingnehmer außerdem noch an die Vorgaben seines Leasingsvertrags halten. In diesem steht in der Regel, was nach einem Unfall zu tun ist. Wichtig ist immer, dass das Leasingunternehmen so schnell es geht über den Unfall informiert wird. Alle weiteren Schritte (beispielsweise die Vergabe eines Reparaturauftrags oder die Fahrzeugverwertung nach einem Totalschaden) dürfen erst nach der Rücksprache mit dem Leasingunternehmen eingeleitet werden. Dieser ist der wirtschaftliche Eigentümer des Leasingwagens und bleibt dies auch nach einem Unfall.

Gibt es noch weitere Möglichkeiten Zuschüsse zu erhalten?

Bei vielen E-Autos empfiehlt sich der Einbau eines AVAS (Acoustic Vehicle Alerting System), da die flüsterleisen Verkehrsmittel teilweise von Fußgängern nicht richtig wahrgenommen werden. Auch hier gibt es von der BAFA eine Förderung und sie bezuschusst den Einbau mit weiteren 100 Euro.
Für Gewerbetreibende und Selbstständige gibt es über die normale BAFA-Prämie hinaus, noch zusätzliche Förderungen in den Bundesländern: Berlin, Nordrhein Westfalen und Baden Württemberg. Diese gestaltet sich je nach Bundesland unterschiedlich:

In Berlin werden E-Autos mit bis zu 4.000 Euro und Plug-in Hybride mit bis zu 3000 Euro zusätzlich bezuschusst. Die Wagen müssen dabei überwiegend in Berlin zu gewerblichen Zwecken genutzt werden. Sollte das Auto geleast werden, muss der Vertrag mindestens 12 Monate laufen. Darüber hinaus werden auch E-Nutzfahrzeuge über 2,3 Tonnen gefördert Beispielsweise kann man bei einem E-Transporter mit 8.000 Euro rechnen und bei einem entsprechenden Hybriden mit 4.000 Euro.

In NRW hingegen werden ausschließlich Elektro-Nutzfahrzeuge gefördert. Hybrid Nutzfahrzeuge aber auch E-PKWs fallen dabei raus. Die Fahrzeuge können einen Bonus von bis zu 8.000 Euro erhalten. Die Auflagen sind darüber hinaus noch ein wenig strenger als in Berlin. Denn es müssen nachweislich 80 Prozent, der mit dem Fahrzeug getätigten Fahrten, in Nordrhein Westfalen gemacht worden sein. Auch in NRW muss beim Leasing der Vertrag eine Mindestlaufzeit von 12 Monaten haben.

In Baden Württemberg sieht es noch einmal anders auch. Hier werden, wie in Berlin nur reine Elektro-Fahrzeuge bezuschusst. Allerdings nur bis zu 3,5 Tonnen und mit bis zu 3.000 Euro. Wie in Berlin genügt es, wenn das Auto überwiegend im eigenen Bundesland zum Einsatz kommt. Die volle Leistung von 3.000 Euro gibt es nur, bei einem Leasingvertrag, der über 36 Monate geschlossen wurde. Gibt es einen kürzeren Vertrag, wird die Förderung lediglich anteilig ausgezahlt.

Sie sehen also, wenn man sich ein wenig informiert, ist die Anschaffung eines E-Fahrzeugs oder eines Plug-In Hybriden dank diverser Förderungen gar nicht so teuer wie der ursprüngliche Preis vermuten lässt. Mit Hilfe des Umweltbonus und dank der BAFA-Prämie kann man beim E-Auto Leasing sparen und es sich auf diese Weise leisten, sich selbst und der Umwelt etwas Gutes zu tun.